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Editorial



Wer älter wird (was wir ja alle tun, aber manche sind es eben schon), fragt sich immer wieder: Wo ist denn die Zeit geblieben? Die Zeit. Der Maßstab, mit dem wir unser Leben definieren. Wir messen unsere Lebenszeit mit dem, was wir erreicht oder auch nicht erreicht haben. Allem voran sind es für viele von uns die Kinder, vielleicht auch Enkelkinder, an denen wir sehen, wie die Zeit vergeht. Wenn plötzlich aus dem Säugling, den wir gerade noch auf dem Arm hatten, ein pubertierender Teenager geworden ist oder die Tochter, die eben noch den Führerschein machte, bereits graue Haare bekommt und über das Altwerden philosophiert. Es gibt aber auch noch einen anderen, gewichtigen Faktor, an dem sich das schnelle Vergehen der Zeit ermessen lässt: die Unterschiede zwischen analoger und der digitalen Welt. Wie alt wir sind, lässt sich daran erkennen, dass wir noch wissen, wie ein Telegramm oder Telex aussah, wie ein Fax funktioniert oder wie das Leben vor dem Internet aussah. Wie wir uns die Zeit mit Freunden und Freundinnen vertrieben oder stundenlang mit dem Festnetz telefonierten. Wie wir uns fast täglich mit der Clique in unserem sogenannten „Asyl“ trafen und dieses Wort noch mit Musik hören und gemeinsamem Abhängen besetzt war. Inzwischen haben viele junge Menschen das Wort Clique nicht mehr in ihrem Wortschatz und manche sogar Angst vor direkter Begegnung. Die sozialen Medien haben vermeintlich die Funktion übernommen, sich, häufig anonym, auszutauschen und zu informieren. Wie trügerisch das ist, zeigt sich immer deutlicher und ebenso, wie sehr Algorithmen unsere Wahrnehmung beeinflussen. Sie präsentieren uns vorzugsweise Inhalte, die unsere Ansichten bestätigen oder unsere Empörung verstärken. So können sich Vorurteile verfestigen, Fronten verhärten und das gesellschaftliche und soziale Klima zunehmend vergiften. Dass das Wort „Rage-Bait“, zu Deutsch „Wut-Köder“, zum Jugendwort des Jahres ernannt wurde, spricht Bände. Inzwischen ist es auch der Einsatz der KI in den sozialen Medien, die uns zwischen Realität und Fiktion nicht mehr entscheiden lassen. Wir können gar nicht aufmerksam genug sein und Fakten, Fotos und Filme, die uns serviert werden, kritisch zu betrachten und sich nicht von allzu pessimistischen An- und Aussichten anstecken zu lassen. Vielleicht hilft hier einmal ein Blick nach Finnland, in das vermeintlich glücklichste Land der Welt. Hier, so können wir lesen, treffen sich die Menschen noch regelmäßig, gehen zusammen in die Sauna oder verbringen Abende mit Freunden und guten Gesprächen. Sie handeln, statt zu jammern – im Großen wie im Kleinen – um für sich und ihre Umgebung das Leben so schön wie möglich zu gestalten. Für das neue Jahr fassen wir doch alle wieder gute Vorsätze. Vielleicht könnte einer davon sein, öfter zum Telefonhörer zu greifen, Freunde einzuladen, miteinander zu reden, statt übereinander zu urteilen, und nicht jede Empörung ungeprüft zu teilen. Wir können die Zeit nicht aufhalten. Aber wir können entscheiden, ob und wie wir sie miteinander verbringen.
Ihnen einen friedlichen und gesunden Jahresabschluss, bleiben Sie guter Dinge!

Es grüßt Sie herzlichst,



Ihre
Ellen Heeg

Mode & Styling
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Wohlfühl-Looks für kühle Tage

Karo, weiche Wolle und warme Naturtöne machen Lust auf die kühle Jahreszeit. Beige, Camel, Cognac und Schokoladenbraun bringen Wärme in die Garderobe und lassen sich wunderbar miteinander kombinieren. Dazu kuschelige Strickqualitäten und karierte Lieblingslooks – lässig, stilvoll und herrlich unkompliziert. Apropos Karo: Ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt, sich in dieser Saison aber noch vielseitiger präsentiert. Klassische Karos treffen auf moderne Schnitte und bringen Struktur und Charakter in die Wintergarderobe. Besonders harmonisch wirken warme Karo-Nuancen in Beige, Camel, Braun und Cognac. Dazu feiner Strick, Wolle oder Denim – und schon entsteht ein Look, der zeitlos wirkt und trotzdem modern ist. Kurz gesagt: Die kalte Jahreszeit darf sich gemütlich anfühlen und dabei sportlich oder elegant aussehen – ganz wie es uns beliebt.

Wohnen
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Wintergrün

„Wintergrün“ vereint die dunkleren Grüntöne, die jetzt auch in der Einrichtung eine große Rolle spielen. Die kräftigere Farbe verleiht der dunklen, aber auch festlichen Jahreszeit eine stimmungsvolle und geerdete Atmosphäre. Von lackierten Möbeln und glänzenden Oberflächen bis hin zu Polstermöbeln und Accessoires erweist sich Grün als eine elegante und klassische Farbvariante.

Garten
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Das wird ein wilder Winter ...

Viele von uns verbinden den Herbst mit trüben Gedanken und den Winter mit der nächsten Erkältungswelle. Die Tage werden kürzer, das Sonnenlicht weniger und mit den sinkenden Temperaturen wächst unsere Sehnsucht nach dem vergangenen Sommer. Wir erinnern uns an warme Abende, lange Tage und die Zeit, in der sich das Leben überwiegend draußen abgespielt hat. Nun ziehen wir uns wieder in unsere Häuser zurück und warten darauf, dass die Natur im Frühjahr zu neuem Leben erwacht.

Kulinarisches

Ob cremige Suppen, leckere Aufläufe oder köstliche Ofengerichte – die winterliche Wohlfühlküche verwöhnt Körper und Seele gleichermaßen. Mit saisonalen Zutaten und winterlichen Gewürzen wird jedes Essen zu mehr als nur einem kleinen Genussmoment.

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Sportlich & Gesund
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Zwischen Rückzug und Verbundenheit

Nie waren wir so gut miteinander vernetzt – und trotzdem fühlen sich viele Menschen einsam. Warum Einsamkeit gerade in unserer digitalen Welt zunimmt und was wir selbst dagegen tun können, darüber sprach die Redaktion mit der Philosophin und Psychotherapeutin Isabel Walter.

Reisen

Einer der Hauptgründe dafür, dass Stockholm manchmal die schönste Stadt der Welt genannt wird, sind seine Nähe zum Meer und sein Schärengarten. Stockholm erstreckt sich über 14 Inseln, die durch zahlreiche Brücken miteinander verbunden sind. In der schwedischen Hauptstadt treffen historische Architektur, modernes Design und eine entspannte Lebensart auf einzigartige Weise zusammen.

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Gesellschaft & Leben
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Tierische Partnerwahl

Es gibt zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die morgens um sechs Uhr mit ihrem Paule oder ihrer Gundel im strömenden Regen und einer Plastiktüte in der Hand durch die Straßen laufen – und diejenigen, die ihnen dabei aus dem warmen Bettfenster zusehen und denken: Das würde mir niemals passieren. Bis sie einen Hund bekommen.